Ich bin allein, irgendwie einsam. um mich herum spült eine Welt die mir fremd und immer fremder wird. Ich kenne mich aus mit der Verdrängung von Realitäten. Irgendwie jeder kämpft sein Leben lang gegen virtuelle Windmühlen und in dieser quichoten Welt verlieren wir uns umso mehr in Unmündigkeit und Einzelschlachten, als das wir Meinungen mit Wissen gleichzusetzen versuchen und die Objektivität der Dinge anzuerkennen verlernen.
Unsere Welt ist bunt, lebendig, vielschichtig und nicht nur schwarz weiß. Aber in all den Möglichkeiten verlieren wir den Glauben, den glauben an uns selbst. Wir sind so bemüht auf der Suche zu sein , das wir vergessen haben das Finden zu genießen oder immerfort weiter suchen, weil das Gefundene nie unseren Ansprüchen zur Genüge reichen mag. So hasten wir durch unser Leben. Es ist nicht die Angst vor Langeweile, es ist die Angst inne zuhalten und zu reflektieren, welche uns in ein immerwährendes Chaos stürzen. Wie soll man auch erkennen, ohne innehalten. Jede Minute ja jede Sekunde wird ein neues Opfer durch das Land getrieben. Jeder gegen jeden, immer die Ellenbogen ausfahrend, dem anderen noch eine mitgeben versuchen wir ein Spiel zu gewinnen. Aber das Leben ist kein Spiel. Es ist ernst, eine ernste Sache. Es kann doch nicht alles zum Wettkampf gemacht werden. Das Ziel des Lebens ist einfach nur der Tod, aber auf dem Weg dahin muss man doch auch mal gelebt haben und nicht nur ständig kämpfen. Ich kenne mich da aus ich muss auch jeden Tag, jede Stunde jede Minute und sogar jede Sekunde meines Lebens gegen meine Krankheit meinen Mann stehen. Und oft genug vergesse ich auch mal anzuhalten und das hier und jetzt zu genießen, zu sagen:" Ist doch eigentlich alles in Ordnung. Ich lebe!".
Trotzdem bin ich immer wieder bereit zu suchen. Und ich werde sie wieder finden: die Liebe. Sie ist doch auch ständig um uns herum. In den kleinen Dingen sehe ich sie, aber auch in den Großen. ich sehe sie in dem Zusammenspiel der Natur, in den Gesetzen des Universums. Wenn ich nur einen Schritt zurückmache un mir unsere wunderbare Erde anschaue. Ja in jeder Kleinigkeit ist sie nicht perfekt, aber wer will schon Perfektionismus. Und diese Kleinigkeiten sollte man auch anpacken, Krieg, Hunger, Heimatlosigkeit, Mord und Tod, Ausbeutung und Verschmutzung und alles andere sind unbedeutend, wenn wir uns für ein gemeinschaftliches Wesen entscheiden, uns gegenseitig unter die Arme greifen, das eine Selbstverständlichkeit ist.
Ich möchte Kreisläufe entstehen sehen. Kreisläufe die sich gegenseitig antreiben, ineinandergreifen. Wo kaum Verlust ensteht. Und dieser Verlust soll uns zu denken geben. Kann man das was man tut nicht doch anders machen, oder muss man das Verlustige auch akzeptieren lernen. Ist das was man verliert wirklich so wertvoll. Ensteht durch das Neue, was entsteht, nicht doch ein Mehrwert. Kann ich das wiederum tolerieren.
In all der Fremdheit um mich herum erkenne ich nun eine Chance. Ich brauch keine Angst zu haben.
Ich wandle das fremde und mache mich bekannt.
mich, mein Ich