Freitag, 17. September 2010
der globale Leviathan 2.0 unser Zweit-Ichs
wir sind also nur programme, software die die welt am laufen hält. das finde ich eine schöne metapher für das leben an sich. aber wie ist es mit unserer hardware bestellt. ist die nicht veraltet. ist es nicht von vorteil nach unserem tode weiter zu existieren in den weiten der virtuellen welt. ist nicht das der fortschritt, um unser wesen, unser ich, zu erhalten. was ist wenn dann unser zweit-ich ein bewußtsein entwickelt. der geist in der maschine? sind wir nicht auch nur hochkomplizierte algorythmen, gefangen im materie und fleisch. ist es nicht doch eine möglichkeit unsterblich zu werden? wie sollen wir also unsere seele definieren. in der unendlichkeit des universums, das was wir als realität wahrnehmen, ist die materie unser halt. wenn wir aber einen himmel oder eine hölle annehmen, in der wir weiterexistieren würden wenn wir sterben, hätten wir keinen realen unmittelbaren einfluß mehr auf die wirklichkeit der materie. unsere seele wäre nur noch information ohne wirkung. eine aus der vergangenheit, vielleicht in den erinnerungen unserer nachkommen und eventuellen bewunderer, wirkende kraft um die welt zu erhalten und oder zu verändern. aber wirkliche gestalltungskraft, die auf reflexion und selbstfindung beruht, ist dann nicht mehr möglich. unsere seele wird eingehen in die unendliche möglichkeit aller dinge. das was wir als selbst bezeichnen, ist dann untrennbar verbunden mit der möglichkeit aller dinge. absolute freiheit oder kontrollverlust? hier im leben ist uns soviel genommen. abgesehn von der abhängikeit von unserem körper, sind wir auch noch abhängig von unseren gefühlen und unserem denken. die sind es, die uns selbst definieren. die sind es, die unsere umwelt definieren. das ist es was wir als seele definieren. wollen wir also seelenfreiheit erfahren, müssen wir soviele informationen von uns sammeln, wie möglich. nur so können wir unsere abhängigkeitsverhältnisse bewerten. nur aufgrund der information, die wir glauben zu überschauen, die wir bewußt von uns haben, so wie wir uns selbst sehen und der wechselwirkung auf unsere umwelt, glauben wir in uns frei zu sein und frei zu entscheiden. zwischen richtig und falsch. zwischen gut und böse. das was wir aber als wahr empfinden, ist eher eine unbewußte entscheidung, hervorgegangen aus zwängen der abhängigkeit und der unfreiheit, die uns die realität aufbürdet. angefangen das wir unsere grundbedürfnisse befriedigen müssen, ist alles darüber hinaus nur luxus. aber diesen luxus der freiheit müssen wir uns gönnen, damit so etwas wie veränderung und fortschritt erst möglich wird. das festhalten an wertvorstellungen vom unveränderlichen aber sicheren hafen der vorgespielten freiheit von entscheidungen ist kontraproduktiv. es gibt zwar festgeschriebene gesetze und die sind auch sinnvoll, aber sie müssen sich auch anpassen lassen. doktrien und philosophien, die behaupten alles erklären zu können, und deshalb als alleinstehende merkmale für unser zusammenleben gelten sollen, sollten immer wieder hinterfragt werden dürfen. kritik ist sehr hilfreich, muß aber immer in einem kompromiß enden um unser aller existens zu sichern. dabei ensteht immer so etwas wie parallelität. diese sollte uns aber nicht beängstigen, denn so etwas wie absolute oder unendliche parallelität gibt es nicht. höchstens bei unverbundenheit der realitäten und wirklichkeiten. wir sind immer verbunden und abhängig von anderen menschen, von der natur, von unserer erde, von der liebe und vom universum, solange wir existieren, denn wir bestehen aus materie, eben von geist und seele zum leben erweckt. so sind wir halt doch nur programme und informationen in der hardware einer riesigen lebendigen maschine.
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