Mittwoch, 22. September 2010

meine karriere unsere zukunft

schizophrenie, psychose, depression, bipolare störung, manie???

wer bin ich eigentlich, einer der in den fokus der psychatrie und psychologen, soziologen und aller anderen so hilfsbereiten kräfte, wie polizei und staat, gesellschaft und arbeitsamt geworfene "freigeist". der abhängige, der süchtige, der andersartige, der fremde, der "KRANKE" mensch. ausgeschlossenen vom leistungswillen, obwohl ich will. als faul und unanpassbar geltend, wandere ich immer wieder ein: "in den geschützten raum der psychatrie".
anfangs unfreiwillig und jetzt soagar oft freiwillig. ich schmeiße mir jeden tag meine medizin ein, um ja doch noch etwas leisten zu können, zu dürfen.
ja es sind furchtbare zeiten wenn ich im hochgefühl der manie lebe. bis alles um mich herum zusammenbricht. bis alles in mir zerbricht. bis nur noch ängste herrschen. bis nur noch instinkt und affekt vorherrscht. ja dann bin ich beängstigend. nur noch das tier in menschengestalt. da will man mich zurückholen aus der geisterwelt. in der ich mich nicht wohlfühlen kann. weil dann alles auf mich einbricht, weil ich dann mit allem und jedem verbunden bin. gleichzeitig in raum und zeit existiere. weil ich die volle realität erfahre.
mein geist ist dann total offen. körper und geist vereinen sich. nur meine seele ist noch da. sie wird dann von allen teuflischen, wie himmlischen kräften zu ihrem spiel missbraucht.
ich erkenne die wahrheiten. kann sie aber nicht mehr vermitteln. kann das absolute nur beschreiben: mit vollkommenheit und zerfall. mit zerfall, der den weg frei macht für neues. mit vollkommenheit, die das böse, wie das gute, in sich mit einschließt. indem dann keine wertung mehr möglich ist. ich bin dann wertfrei, uneinordnungsbar.
das kann sich keine gesellschaft leisten. gesellschaft die auf vernunft, und deren enthaltenen ideologie, aufbaut ist nicht fähig einen menschen zu tollerieren, welcher nur nach dem gefühl und seinen instinkten handelt. sie sieht die gefahr von gewalt und unkontrollierbarkeit, von chaos und zerfall. so schiebt sie dem "kranken" die verplichtung zu: zu gesunden. ansonsten wird er stigmatisiert als behindert oder unheilbar.
ja das heil der menschen: glück um jeden preis. glück bedeutet es auch unglücklich sein zu dürfen, weil man da ja die verantwortung für sich selbst anderen aufladen kann. selbstverplichtung zum ständigen umdenken. sich ja freiwillig einordnen lassen, damit du kontrollierbar bleibst.
dann das tal der wirklichkeit. wenn du erkennst realität und individuelle wirklichkeit sind zwei unterschiedliche seiten eines zweischeidigen schwertes. die depression umfängt dich. ist doch auch klar. du hast mal wieder alle energie, alle kraft die du für eine wahre erkenntnis brauchtest, aufgebraucht. der kampf zwischen gut und böse, weicht einer lethargie. du schaust nur noch über die abgründe, deiner selbst, der welt nach dem krieg. bist total unten zu nichts mehr fähig. der wahn läßt nach. blitzt nur noch auf, als rausch der vergangen schlachten. du bist traurig, unendlich traurig. es gab mal wieder keinen sieger.
unendliche monotonie der geschichte. unendlichkeit des seins. unendlichkeit des universums. "die immerwiederkehrenden zweifel" bereiten dich vor: auf den nächsten kampf in der geisterwelt deines ichs, deines geistes.

*scheiß* schizophrene gesellschaft (realität, wirklichkeit)

nehmt eure medizin

begebt euch in den RAUSCH der GESUNDheit der NORMalität

laßt das kämpfen !!!

friede sei mit euch !!!

der netzschamane

Samstag, 18. September 2010

soundgarden "black rain"



gute alte soundschule. haut mich aber nich so vom hocker wie damals "black hole sun". iss aber nen schönes comicvideo.

Freitag, 17. September 2010

der globale Leviathan 2.0 unser Zweit-Ichs

wir sind also nur programme, software die die welt am laufen hält. das finde ich eine schöne metapher für das leben an sich. aber wie ist es mit unserer hardware bestellt. ist die nicht veraltet. ist es nicht von vorteil nach unserem tode weiter zu existieren in den weiten der virtuellen welt. ist nicht das der fortschritt, um unser wesen, unser ich, zu erhalten. was ist wenn dann unser zweit-ich ein bewußtsein entwickelt. der geist in der maschine? sind wir nicht auch nur hochkomplizierte algorythmen, gefangen im materie und fleisch. ist es nicht doch eine möglichkeit unsterblich zu werden? wie sollen wir also unsere seele definieren. in der unendlichkeit des universums, das was wir als realität wahrnehmen, ist die materie unser halt. wenn wir aber einen himmel oder eine hölle annehmen, in der wir weiterexistieren würden wenn wir sterben, hätten wir keinen realen unmittelbaren einfluß mehr auf die wirklichkeit der materie. unsere seele wäre nur noch information ohne wirkung. eine aus der vergangenheit, vielleicht in den erinnerungen unserer nachkommen und eventuellen bewunderer, wirkende kraft um die welt zu erhalten und oder zu verändern. aber wirkliche gestalltungskraft, die auf reflexion und selbstfindung beruht, ist dann nicht mehr möglich. unsere seele wird eingehen in die unendliche möglichkeit aller dinge. das was wir als selbst bezeichnen, ist dann untrennbar verbunden mit der möglichkeit aller dinge. absolute freiheit oder kontrollverlust? hier im leben ist uns soviel genommen. abgesehn von der abhängikeit von unserem körper, sind wir auch noch abhängig von unseren gefühlen und unserem denken. die sind es, die uns selbst definieren. die sind es, die unsere umwelt definieren. das ist es was wir als seele definieren. wollen wir also seelenfreiheit erfahren, müssen wir soviele informationen von uns sammeln, wie möglich. nur so können wir unsere abhängigkeitsverhältnisse bewerten. nur aufgrund der information, die wir glauben zu überschauen, die wir bewußt von uns haben, so wie wir uns selbst sehen und der wechselwirkung auf unsere umwelt, glauben wir in uns frei zu sein und frei zu entscheiden. zwischen richtig und falsch. zwischen gut und böse. das was wir aber als wahr empfinden, ist eher eine unbewußte entscheidung, hervorgegangen aus zwängen der abhängigkeit und der unfreiheit, die uns die realität aufbürdet. angefangen das wir unsere grundbedürfnisse befriedigen müssen, ist alles darüber hinaus nur luxus. aber diesen luxus der freiheit müssen wir uns gönnen, damit so etwas wie veränderung und fortschritt erst möglich wird. das festhalten an wertvorstellungen vom unveränderlichen aber sicheren hafen der vorgespielten freiheit von entscheidungen ist kontraproduktiv. es gibt zwar festgeschriebene gesetze und die sind auch sinnvoll, aber sie müssen sich auch anpassen lassen. doktrien und philosophien, die behaupten alles erklären zu können, und deshalb als alleinstehende merkmale für unser zusammenleben gelten sollen, sollten immer wieder hinterfragt werden dürfen. kritik ist sehr hilfreich, muß aber immer in einem kompromiß enden um unser aller existens zu sichern. dabei ensteht immer so etwas wie parallelität. diese sollte uns aber nicht beängstigen, denn so etwas wie absolute oder unendliche parallelität gibt es nicht. höchstens bei unverbundenheit der realitäten und wirklichkeiten. wir sind immer verbunden und abhängig von anderen menschen, von der natur, von unserer erde, von der liebe und vom universum, solange wir existieren, denn wir bestehen aus materie, eben von geist und seele zum leben erweckt. so sind wir halt doch nur programme und informationen in der hardware einer riesigen lebendigen maschine.

Donnerstag, 2. September 2010